Kurzer Erfahrungsbericht MacBook Pro mit Retina Display, Nitro-Drive ;-)

Online bei Apple bestellt am 13. Juni, erhalten am 6. Juli, genau in der Mitte der vorhergesagten Woche. UPS-Tracker (von China über Korea, Kasachstan, Polen und Deutschland nach Wien/Schwechat in drei Tagen, von Schwechat in den Alsergrund/Innenstadt zwei Tage) siehe folgende Abbildung:

http://img444.imageshack.us/img444/5844/mbprvienna.jpg

Basisversion mit erweitertem Arbeitsspeicher: MacBook Pro mit Retina Display, 15,4“, 2,3GHz/16GB/256GB (10,1), Details s. Abb. weiter unten.

Quelle aller Fotos vom MacBook Pro Retina in diesem Blogposting: Apple

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24-Stunden-Kurztest (nicht wissenschaftlich, sondern aus der User-Perspektive)

Im Vergleich zu seinem Vorgänger bei mir, dem MBP 15,4“ (matt) von Mitte 2007 (3,1 – das erste mit LED-Backlight), ist der neue Klapprechner natürlich in jeder Hinsicht weit überlegen. Solange man keine YouTube-4K-Videos betrachtet (oder ähnlich anspruchsvolle Dinge bewerkstelligt), ist es fast so leise wie das iPad, ansonsten kann man die Lüftergeräusche nur als neutrales, leises und fast schon angenehmes „Rosa Rauschen“ ohne jedes Geheule und ohne Pfeifen/Summen bezeichnen.

Unglaublich: Ein Neustart (war nach diversen Updates nötig) dauert inklusive Runter- und Hochfahren keine dreißig Sekunden (und damit meine ich volle Betriebsbereitschaft mit zehn geöffneten Safari-Fenstern und je fünf Tabs plus Photoshop, Aperture und Premiere). Absolut stylish und wie aus einem Guss. Spitzendesign. Durchaus mobil. Macht einen äußerst stabilen und kompakten Eindruck.

Eine Wucht! Exzellent! Die Retina-Displays kenne ich schon von iPhone und iPad, aber dieses ist nochmal einen Tick besser, und das nicht nur wegen der Größe (lässt sich etwa deutlich heller einstellen, aber schon die halbe Stärke ist in einem hellen Tageslicht-Zimmer völlig ausreichend, beim Blickwinkel von den Seiten konstant farbneutral, nur leicht dunkler).

Schier überwältigend. Auch hier ist Apple wieder einmal absoluter Vorreiter, das muss man neidlos zugestehen. Da ich leicht kurzsichtig bin, komme ich ohne Brille/Linsen auch mit den „mehr Platz“-Skalierungen bestens zurecht. Prima, durchaus brauchbar und einfach sauscharf. Es gibt eine App, mit der man die native Auflösung 2.880 x 1.800 einstellen kann. Alles winzig (dennoch durchaus lesbar), dafür ein enorm großer Arbeitsbereich.

An meiner Haupt-Aufstellfläche (vor dem Fenster mit dem hell ausgemalten Zimmer im Hintergrund) absolut keine störenden Spiegelungen auf dem Bildschirm, obwohl ich die extra matte Scheibe vom MBP ’07 gewöhnt war, dasselbe gilt für meinen Balkon im Schatten. Entsprechend aufgelöste Fotos und Videos sowie Fonts in höchster Qualität, besser als „wie gedruckt“ (da das Medium ja von selbst leuchtet). Bester Computerbildschirm der Welt! Brillant! Exklusiv!

Vergesst das ganze Geschwätz, dass nicht-retina-optimierte Anwendungen „grauenhaft“ aussehen sollen. Okay, sie kommen natürlich nicht an optimierte ran, sehen also *besonders im brutalen Vergleich zu optimierten* am Retina-Bildschirm deutlich „retro“ aus, aber – erstens – im Vergleich zu nicht-Retina-Bildschirmen immer noch besser oder zumindest gleich gut.

Und zweitens werden sich die App-Hersteller bemühen (wie es auch bei den iOS-Geräten erfahrungsgemäß der Fall ist), so schnell wie möglich nachzubessern, davon bin ich felsenfest überzeugt (das Problem für Verzögerungen ist schlicht und einfach – wiederum ähnlich wie bei den iOS-Retina-Geräten am Anfang –, dass die Hersteller noch keine Testgeräte haben).

Das Gerät kam hier rein äußerlich völlig makellos an, nicht der allergeringste Kratzer, schicke und praktische Verpackung wie immer. Keine erkennbaren Pixelfehler nach einem Kurztest mit Uni-Farbtafeln. Keine Verzögerungen beim Scrollen und anderen Effekt-Animationen des Betriebssystems, egal welche Skalierung. Bisher keinerlei Einbrenner.

Am alten MBP: Audio Aus- und Eingang

Kleiner Rückschlag gegenüber meinem alten MBP3,1 (2007): Kein Audio Line-In mehr! Es gibt zwar diese Audio-In/Out Miniklinken-Buchse (Kopfhörersymbol), die ein Apple-Headset mit Mikrofon akzeptiert (etwa jenes, das beim iPhone mitgeliefert wird) und analog und digital Out kann, aber ein „normaler“ analoger Audio-In ist damit nicht möglich.

Dabei wäre (zumindest von außen betrachtet) noch genug Platz für eine weitere Miniklinken-Buchse. Das Problem dürfte es schon seit den letzten MacBook Airs geben. Der Verlust kann durch USB-Geräte ausgeglichen werden.

Mit dem Apple-AV-Kabel war es etwa möglich, alle Sounds, die aus einem iOS-Device kommen (Musik, Spiele, Videos…), mit dem MBP aufzunehmen, und zwar in Stereo. Hier meine Konfiguration, da sind die beiden üblichen Miniklinken-Buchsen, über die fast jeder andere Computer der Welt verfügt, am MBP3,1 gut zu sehen (runterscrollen bis „Solo Audio“:

Die Werksangaben bezüglich der Batterielaufzeit dürften stimmen, Endgültiges kann ich hier aber erst nach ein paar Entlade- und Ladezyklen sagen. Auffällig ist bisher, dass der Akku ziemlich schnell wieder aufgeladen wird.

Tastatur geht voll okay (Zehnfinger-Blind/Vielschreiber), präziser, leiser und kürzerer Hub als die meines alten MBP, angenehmer, schneller und eleganter beim Tippen. Trackpad (nach kurzer Eingewöhnungszeit) im Vergleich zu meinem betagten Vorgänger ebenfalls ein Gewinn mit wesentlich mehr Funktionen, größerer Fläche, und iOS-Anleihen (s. Multitasking-Gesten beim iPad).

Deutliche Verbesserungen bei den eingebauten Lautsprechern, die lassen sich verzerrungsfrei so einstellen, dass zehn bis fünfzehn Leute in einem großen Zimmer ausreichend beschallt werden können (aber Club-Bässe darf man natürlich keine erwarten). Ganz erstaunlich!

Mein altes MBP wird *wesentlich* heißer, hat aber auch schneller Volllast zu bewältigen. Test der USB-Anschlüsse (div. Festplatten, Drucker, Kartenleser, Kameras, iOS-Geräte): Okay. Rasantes Spiel getestet (Standard-Retina-Skalierung), Asphalt 6: Adrenaline. Okay.

Habe bisher keinen Eurocent der 247.901 bereut. Einziger Nachteil bisher: Schaut man nach ein paar Stunden wieder einmal auf das Display des guten Altteils (oder auf das irgend eines anderen Computers, außer den jüngsten iOS-Geräten), wähnt man sich in einem technischen Museum. Angaben über diesen Mac laut Apple-Menü:

http://img6.imageshack.us/img6/9343/mbpr00.jpg http://img72.imageshack.us/img72/1946/mbpr01.png

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Ergänzung, 9. Juli 2012 (nach drei Tagen im intensiven Dauertest):

Disable low resolution

Kleine Schrecksekunde. Die Software-Applikation Moonlight Mahjong (mit genialer Trackpad-Steuerung übrigens, – ganz ohne Klick!) lief nur mit mittelschweren Grafikfehlern (die erste und einzige problematische in drei Tagen MBPR-Dauertest; und ich habe schon etliche Schwergewichte installiert, fünfzig GB sind bereits belegt). [Edit: Die App wurde inzwischen aktualisiert und funktioniert jetzt einwandfrei.]

Lösung: Im Finder unter „Programme“ die App (in diesem Fall Moonlight Majong.app) rechtsklicken und „Informationen“ auswählen. Im aufklappenden Fenster bei der Option „In niedriger Auflösung öffnen“ einen Haken setzen. S. Abb.:

http://img545.imageshack.us/img545/9514/mmhjginformationenniedr.jpg

Voilà! Das Spiel zeigt nun – nach einem App-Neustart – auch die wechselnden Anzeigen (Level, Score, Rückgängig, Bezeichnung der ausgewählten Steine…) völlig korrekt an.

Scheint auch etwas zu sein, das mit Mountain Lion dann vielleicht besser funktionieren wird. Aber immerhin ein Ansatzpunkt, wenn einmal etwas mit einer App nicht klappen sollte (besonders mit der grafischen Anzeige).

Interessanterweise gibt es auch Apps, wo diese Option „In niedriger Auflösung öffnen“ bereits angehakt war, jedoch abgeblendet dargestellt (ausgegraut), so dass man den Haken nicht entfernen kann. Andere Apps wiederum stellen diese Option überhaupt nicht zur Verfügung.

Siehe dazu auch aktuell das Online-Periodikum Mac OS X Hints: Disable low resolution in Retina Macbook (falls sich jemand für Dinge, die mit diesem schier überwältigenden Display zusammenhängen, interessiert, dort auch die Kommentare studieren)

http://hints.macworld.com/article.php?story=20120623192801218

Apple-Dokument zum Thema “Wie passe ich die Auflösung meines Retina-Displays an?”

http://support.apple.com/kb/HT5266?viewlocale=de_DE

Weiterer Tipp, um den Wechsel der Grafikkarten unter Kontrolle zu bringen und Akku zu sparen (beide Apps kostenlos/Donationware):

http://codykrieger.com/gfxCardStatus

Fenster-Management (Ausrichtung), besonders nützlich bei hohen Auflösungen/Skalierungen:

https://github.com/eczarny/spectacle

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Post Scriptum; ein Autovergleich muss sein: Das Tempo, das diese Wunderflunder vorlegt, ist ein ärgerer Tiefflug als mit den gepimpten Supercars in Asphalt 7! Was für eine Zeitersparnis gegenüber meinem alten MBP3,1. Das Solid State Drive am letzten Stand der Technik ist ja der wahre Nitro-Boost im Adrenalin-Modus. :-)

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